Franka Suchantke von Schulz Aktiv Reisen schrieb am 18.11.2014:

Orangenzeit: Dem Geschmack Siziliens auf der Spur

 

Jetzt im Winter versorgt uns das sonnenverwöhnte Sizilien mit süß-saftigen Zitrusfrüchten aller Art. Von Oktober bis März/April ist die Haupterntezeit, einige weiße Sorten werden aber auch später, die Sorte Calabrese sogar erst im Juni geerntet. Einst von den Arabern nach Sizilien importiert, sind Orangen heute eine Institution Siziliens. Berühmt ist Sizilien für die arancia rossa: Auf den fruchtbaren Lavahängen des Ätna gedeihen die orange-roten Blutorangen besonders gut. Die rote Färbung der arancia rossa ist übrigens auf einen Farbstoff zurückzuführen, der nur in kühlen Winternächten gebildet wird, weshalb sie erst ab Dezember bei uns im Supermarkt zu haben ist. Sind die Nächte zu mild, bleibt die Orange orange.

Dass Sizilien weitaus mehr zu bieten hat als Zitronen und Orangen, können Sie auf unserer Wanderreise rund um den Ätna entdecken. Grüne Flusstäler, schwarze Lavahänge und Eisgrotten, wilde Küsten mit skurrilen Basaltsäulen und malerische Sandstrände – die Landschaft um den Ätna ist reizend kontrastreich und lädt ein zum Wandern und Genießen. Ein besonderes Erlebnis der Reise ist mit Sicherheit der Aufstieg zum Ätna bis auf 3300 m Höhe – hier sind Trittsicherheit und Kondition erforderlich.

Aber auch die besondere Kulinarik Siziliens ist auf dieser Reise Programm: Denn die seit der Antike wechselnden Fremdherrschaften haben nicht nur unterschiedlichste kulturelle Prägungen von antiker Tempelarchitektur, über arabisch-normannische Ornamentik bis hin zu barocken Kathedralen hervorgebracht, sondern auch die Küche Siziliens nachhaltig beeinflusst. Neben Orangen zählen Pistazien, die „grünen Diamanten”, zum köstlichen Erbe der Araber. Pistazienpesto, Pistaziencreme und süßes Pistaziengebäck gibt es vor allem um Bronte, dem Hauptanbaugebiet Siziliens für Pistazien. Ein Besuch Brontes mit Verkostung ist natürlich ein Muss!

Die Pistazienernte findet übrigens nur alle zwei Jahre und immer im September statt. Im September 2015 ist es wieder soweit, eine gute Gelegenheit, um Sizilien und dem Ätna einen Besuch abzustatten. Reisetermine gibt es Ende September vom 27.09. bis 04.10.15 und im Oktober, wenn bei uns der Herbst Einzug hält und die Mittelmeerinsel mit einer Sommerverlängerung lockt.

 

Sizilianische Orangen und Zitronen

koeln-insight.tv schrieb am 19.03.2014:

Weck auf Reisen mit 8-tägigem "Kulinarischen Streifzug" durch die Insel - Sizilien satt!

 

„Ein gutes Essen bringt gute Leute zusammen“, wusste schon Sokrates. Was er damit gemeint haben könnte, lässt „Weck auf Reisen“ mit dem 8-tägigen „Kulinarischen Streifzug durch Sizilien“ lebendig werden. Bei der genussvollen Entdeckungstour findet nicht nur der Gaumen Geschmack an der Insel, denn die Reise schlägt auch eine Brücke zu den Menschen und ihrer Kultur! Der Blick in den Kochtopf und den Alltag der Sizilianer vermittelt den Reisenden sehr eindringlich das Besondere der Stiefelspitze Italiens – intensive Erfahrungen, die weit über jedes Kochbuch, jeden Restaurantbesuch in Deutschland und jeden Pauschaltrip hinausgehen.

Palermo Marktstand

  • derStandard.at schrieb am 20.02.2014:

    Mittwoch, 26. Februar 2014 - 9 Kommentare

    Reisetipp, 20.2.2014 - Sizilien richtig ablichten

     

    Sizilien ist ein sehr dankbares Reiseziel für Fotografen, die pittorekse Dörfer und Naturschönheiten (wie hier den Berg Rocca di Cefalù) auf einem Bild beieinander haben wollen. Gut, wenn dann noch einer mitkommt, der weiß, wie man beide Motive auch technisch perfekt in Szene setzt. Der Kölner Reisefotograf Klaus Wohlmann begleitet für den deutschen Sizilien-Spezialisten "Weck auf Reisen" maximal sieben Reisende je eine Woche im Mai und im September 2014 auf die italienische Insel.

    Fotoreise Sizilien, Cefalù
  • Erlebnisbericht Fotoreise Sizilien

    Mittwoch, 9. Oktober 2013 - keine Kommentare

    Flughafen Catania, Samstag Nachmittag – es ist offensichtlich, dass gerade eine Maschine aus Deutschland gelandet ist. Plötzlich entsteht ein Gedränge rund um den Ausgang. Einige Sizilianer zaubern ein Schild mit der Aufschrift „Studiosus“ „TUI“ oder „Wikinger“ aus ihrem Ärmel und fuchteln damit den verunsicherten deutschen Ankömmlingen unter der Nase herum. Irgendwo in diesem Chaos stehen auch zwei im Vergleich recht groß geratene Menschen und halten tapfer ihr Schild „Weck auf Reisen“ in die Höhe. Der Beginn einer schönen und aufregenden Woche auf Sizilien!

     

    Am ersten Abend werden wir bereits in Cefalù in einem kleinen, hübschen Restaurant kulinarisch verwöhnt. Wir nutzen die Pausen zwischen den Gängen, um uns vorzustellen. Natürlich sind wir vor allem gespannt darauf, wie Theodora und Klaus unsere Fotoreise geplant haben. Klaus erzählt von seiner Arbeit als Fotograf. Es ist beeindruckend, wo er schon überall war und welche Projekte er begleitet. Er ist definitiv ein passionierter Fotograf, der bis in die späten Abendstunden mit seiner Kamera unterwegs ist... Theodoras Vater ist Sizilianer, daher ist sie mit der Insel sehr vertraut. So hat sie sich zum Ziel gesetzt, uns die unbekannten und fast schon geheimnisvollen Seiten Siziliens zu zeigen.

    Müde, aber gespannt auf die kommenden Tage fallen wir ins Bett. Wir wohnen in einem privat geführten B&B mit traumhaftem Blick über die Kaldura Bucht.

     

    Der nächste Morgen steht bereits vollkommen im Namen der Fotografie. Theoriestunde – wer ist auf welchem Stand? Klaus hat zusätzliche Objektive für uns dabei, die wir auf unseren Ausflügen testen können. Schnell wird klar, wir kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Aber kein Problem, denn bei einer kleinen Gruppe haben wir genug Zeit, auf jede Frage einzugehen. Wir verlassen unsere Herberge und fahren in die Berge. In einem Agriturismo wartet nicht nur eine tolle Kulisse, sondern auch ein wirklich reichhaltiges Menü auf uns. Buon appetito! Nach einem stärkenden Café starten wir unsere Tour durch das Bergdörfchen Polizzi Generosa. Theodora erzählt, dass dieser Ort als byzantinische Festung zur Verteidigung gegen die Araber errichtet wurde. Wir versuchen uns vorzustellen, wie hier alle großen Kulturen durch die kleinen Gassen wandelten. Da hat Klaus direkt die erste Aufgabe für uns: Versucht das, was Theodora Euch zur Geschichte dieses Ortes erzählt, fotografisch umzusetzen.

    Die Straßen füllen sich mit alten Männern, die uns neugierig hinterherschauen, Touristen scheinen hier eher eine Seltenheit zu sein. Im kleinen archäologischen Museum werden wir freudig empfangen. Endlich ist mal etwas los hier :-) Es ist schön, mit wie viel Enthusiasmus uns diese Frauen ihre Schätze zeigen.

    Mittlerweile hat es angefangen zu regnen. Empfindlich wie wir sind, schleichen wir uns an den Häuserwänden entlang. Doch einer blüht voll auf! Klaus hat seine Stunde entdeckt, ohne Sorge um seine Kamera läuft er durch den Regen. „Leute, das ist das perfekte Wetter, um spannende Fotos zu machen! Seht doch nur, wie der Himmel langsam wieder aufreißt und die Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen...einfach genial..“. Tatsächlich entstehen hier tolle Bilder! Vor lauter Begeisterung merken wir erst spät, dass wir eindeutig zur Belustigung der Dorfbewohner beitragen, die von ihren Autos aus beobachten, wie die Deutschen, verrückt wie sie sind, durch den Regen laufen und dabei auch noch Fotos machen.

     

    Unseren zweiten Tag verbringen wir im Fischerdorf Cefalù. Was ist typisch für die Straßen Süditaliens? Natürlich die Wäscheleinen, die von einem Haus zum nächsten gespannt werden. Und haben wir nicht alle schon einmal versucht, diese fotografisch festzuhalten? Nur irgendwie wirkt es nicht so wie in der Realität... „Du musst die richtige Position finden. Das gelingt mir auch nicht immer auf Anhieb...aber schau doch mal, so sieht es gut aus“, spricht der Fachmann. Am Nachmittag steigen wir auf die “Rocca“. Spätestens jetzt wird der letzte von uns vom Fotowahn gepackt. Unsere Gruppe zeichnet sich nicht nur durch die schweren Kameras aus, sondern auch dadurch, dass wir vermehrt auf dem Boden liegen, um die richtige Position für unsere Bilder zu finden. Der Blick über den Ort und die Küste ist wirklich traumhaft.

    Nach dieser körperlich aktiven Phase unseres Tages fahren wir nach Castelbuono. Bevor wir uns ein wirklich ausgezeichnetes Abendessen verdient haben, widmen wir uns den Gassen, die nun in der Dunkelheit von den Straßenlaternen in ein warmes Licht getaucht werden. Jetzt ist Schluss mit verwackelten Bildern, die Straßenlichter wirken wie gestochen scharfe Sterne.

     

    Der kommende Tag steht im Namen der Inselhauptstadt. Kontrastprogramm zum Wochenbeginn. Palermo ist laut, schmutzig und chaotisch. Der eine liebt es und der andere hasst es. Mit unserem Wagen stehen wir erst einmal im Berufsverkehr. Aus 2 Spuren werden 4 gemacht, ja klar....nur wir Deutschen sind so angepasst, dass wir uns über so etwas aufregen können. Wir treffen uns mit einem Mitstreiter der Addio Pizzo Organisation, der uns in den nächsten Stunden seine Stadt zeigen wird. Am Abend sind wir alle geschafft, entweder überwältigt von den vielen Eindrücken oder entsetzt von den „kaputten Häusern“, die überall zu sehen sind. Auf dem Heimweg legen wir spontan einen Stopp in einem kleinen Fischerdorf ein. Hier ist Ruhe eingekehrt, auf den Straßen ist kaum mehr ein Mensch unterwegs. Der Strand mit den Booten ist idyllisch und inspiriert zum Fotografieren.

     

    Nach dem anstrengenden Tag haben wir etwas Entspannung verdient. Bevor wir in einem Agriturismo unweit vom Meer zum Mittagessen eingeladen werden, legen wir eine Bildbesprechung ein. Gelungene und verbesserungswürdige Bilder werden verglichen.

    Den Nachmittag verbringen wir am Strand von Cefalù. Im Vergleich zu den Sommermonaten ist er nun angenehm leer. Manche von uns gehen schwimmen, die anderen genießen einfach die Weite und lehnen sich entspannt zurück. Aber bis jetzt haben wir die traumhafte Kulisse Cefalùs fotografisch noch nicht eingefangen. Während unseres Shootings kommen wir direkt mit einem Fischer ins Gespräch, der selber jahrelang in Deutschland gelebt hat und sich nun freut, dass auch er Bestandteil unserer Fotos wird.

     

    Am nächsten Tag werden wir mit einem Bus nach Milazzo gebracht, von wo aus unsere Bootstour zu den liparischen Inseln beginnen soll. Der Reiseleiter im Bus hört sich gerne reden und erzählt uns die Geschichte Siziliens nicht nur auf Italienisch, sondern gleich auch auf Englisch und Französisch. Theodora bringt ihn mit ihrer Bitte, etwas weniger zu erzählen, durcheinander, so dass er den Faden verliert und für 10 Minuten gar nichts mehr sagt. Brava, gut gemacht! Der Touristenansturm auf die kleine feine Insel Panarea ist groß. Davon lassen wir uns aber nicht beirren, denn wir finden unsere eigenen Wege durch die Gässchen und genießen den Blick, den wir auf die Nachbarinsel Stromboli haben. Wir erfahren, dass die Architektur sehr strengen Regeln unterliegt und dass die Häuser jedes Jahr neu gestrichen werden müssen, um in diesem strahlenden Weiß zu glänzen.

    Heutiger Auftrag: „Fotografiert ein typisches Merkmal dieser Insel und versucht im Hintergrund immer den Stromboli mit drauf zu haben.“

    Auf Stromboli widmen wir uns dem schwarzen Lavastrand und fotografieren die einheimischen Fischer, wie sie ihre Boote an Land ziehen. Ein Bild für die Götter – nicht umsonst heißt eines der Boote „Poseidon“.

    Auf der Rückfahrt halten wir an der Feuerrutsche und warten gespannt darauf, dass einer der Krater ausbricht. Wie angewurzelt stehen wir auf dem leicht schwankenden Schiff, bereit, jeden Moment unsere Kamera zu zücken! Und tatsächlich da ist der erste Ausbruch, ein faszinierendes Naturschauspiel, nur leider zu weit weg, um wirklich gute Fotos zustande zu bringen. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja ein Anstoß hierhin zurückzukehren und den Vulkan einmal zu besteigen und die Lavaexplosionen aus nächster Nähe zu erleben.

     

    Unseren letzten Tag wollen wir eigentlich in Enna und Caltagirone verbringen. Eigentlich, denn auf der Autobahn haben wir plötzlich ein kleines Problem mit unserem Minibus.

    Von jetzt auf gleich wird der Wagen immer langsamer...Wir halten auf dem Seitenstreifen und die starken Männer in unserer Gruppe werfen einen Blick unter die Motorhaube, doch auch ein geschulter Blick kann auf die Schnelle den Fehler nicht entdecken. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die nächste Autobahnausfahrt zu nehmen. Wenn wir diese denn erreichen....angespannt und mucksmäuschenstill tuckern wir im Schneckentempo erst durch einen Tunnel und dann über eine kurvenreiche Landstraße bis zum Ort Castellana.

    Als hätte Theodora es geahnt, ist heute Wochenmarkt angesagt. Während sie mit dem Abschleppdienst verhandelt und sich kundig macht, wie wir nun an einen neuen Wagen kommen, schlendern die anderen über den Markt und lassen sich von Klaus Foto-Aufträge geben. Bevor wir uns nun von einem Taxi nach Enna bringen lassen, kehren wir in eine Bar ein, um uns zu stärken. Hier verbringen die Einheimischen ihre Mittagspause, Touristen gibt es keine...normalerweise. Zu unserer Überraschung fängt aber auch der Besitzer an, Deutsch mit uns zu reden. Na klar...auch er hat einmal bei uns gelebt.

    Der Taxifahrer, der ununterbrochen an seiner Haarlocke dreht, begleitet uns nach Enna, wo wir uns das Castello di Lombardia anschauen. Unsere Reiseleiterin fährt weiter nach Catania, um einen Ersatzwagen zu holen. Geschwind wie der Wind rast sie über die Autobahn, um ihre Gruppe nicht zu lange alleine zu lassen, dabei ist diese bei Klaus ja in guten Händen.

    Vom Castello aus haben wir einen Blick über weite Teile der Insel, sogar bis zum Etna.

    Uns zu Füßen liegt ein kleiner Ort namens Calascibetta. Seine Lage, die verwinkelten Gässchen und alten Häuser machen uns neugierig.

    Plötzlich hören wir: „Hallo, da bin ich wieder! Habe Euch eine kleine Erfrischung mitgebracht“. Theodora, außer Atem von den Stufen hinauf zum Turm. Nach einem kühlen Bierchen machen wir uns auf nach Calascibetta! Ein schöner Abschluss unserer einwöchigen Reise. Auf dem Dorfplatz haben sich zur Abendstunde wieder alle Männer versammelt, sitzen auf den Bänken, erzählen sich was und beobachten die Besucher, die aus vielen verschiedenen Positionen heraus versuchen, die optimalen Fotos zu machen. Der Himmel leuchtet nun in diesem wunderschönen, warmen Blau und die Straßenlaternen werden, natürlich extra für uns, eingeschaltet. Wir laufen die Straßen immer weiter hinauf, bis es nicht mehr geht. Von hier haben wir einen tollen Blick auf den beleuchteten Ort. Bis uns kalt wird, stehen wir hier. Im Anschluss gehen wir im einzigen Restaurant, welches der Ort bietet, essen.

     

    Letzter Tag – Abreise. Gemeinsam fahren wir zurück zum Flughafen von Catania, wo vor einer Woche das Schauspiel begann. Während Theodora den neuen Wagen, der uns Gott sei Dank am letzten Tag treu gedient hat, wieder abgibt, haben Klaus und die anderen eine letzte Bildbesprechung im Flughafen Café.

    Mit vielen neuen Eindrücken und einigem neu Erlernten fliegen wir zurück nach Hause.

    Unsere Fotoreise ist zu Ende

     

    Ciao Ciao bella Sicilia!